Heide Schinowsky

Mahnmal für die Kinder und Jugendlichen des ehemaligen DDR-Gefängnis
Heide und Roland Herrman

Gesprächsabend zu DDR-Heimkindern in Bad Freienwalde

917Bis Ende der 80er Jahre befand sich in Bad Freienwalde in einem ehemaligen preußischen Gefängnis ein Durchgangsheim für Kinder und Jugendliche. Auf einem Gesprächsabend wollen wir mit ehemaligen Insassen des Durchgangsheims sowie des DDR-Jugendwerkhofs in Torgau, mit weiteren Betroffenen, mit Experten und Interessierten über das DDR-System von Spezialheimen ins Gespräch kommen und dabei auch die Frage diskutieren, was es heute noch zu tun gibt. Zu diesem Gespräch am 28. Januar 2016, ab 18 Uhr im Rathaus Bad Freienwalde, Karl-Marx-Straße 1, 16259 Bad Freienwalde (Oder), laden wir Sie herzlich ein.

Programm

  • Begrüßung & Moderation: Heide Schinowsky (MdL), Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Brandenburger Landtag
  • Einstieg ins Thema mit einer Kurzfassung des Deutschlandfunk-Features „Kinderleben in einem preußischen Gefängnis“ von Charly Kowalczyk.
  • Referat von Dr. Christian Sachse: Überblick über DDR-Spezialheime.
  • Roland Herrmann, ehemaliger Insasse u. a. des Durchgangsheims Bad Freienwalde berichtet von seinen Erfahrungen und stellt den Verein „Kindergefängnis Bad Freienwalde“ vor.
  • Kathrin Begoin erzählt von ihren Erlebnissen im geschlossenen DDR-Jugendwerkshof Torgau und trägt Lieder vor, in denen ihre Erfahrungen und die anderer Betroffener eingeflossen sind.
  • Podiumsdiskussion und Gespräch mit dem Publikum u. a. zur heutigen Situation der Betroffenen und zum Stand der Aufarbeitung. Thematisiert wird auch das Anliegen ehemaliger Insassen von Bad Freienwalde, eine Gedenktafel zur Erinnerung an das Leid im Durchgangsheim anzubringen.
  • Ausklang mit Getränken und Imbiss.

Anwesend sein wird auch die Autorin Grit Poppe. Romane von ihr, die basierend auf Gesprächen mit Betroffenen entstanden sind, können an dem Abend erworben werden. Der Erlös wird für die Gedenktafel eingesetzt. Zu unseren Gästen zählen zudem zwei MitarbeiterInnen der Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur Ulrike Poppe, die mit Informationen und für Nachfragen bereitstehen. Wir bitten um Anmeldung bis zum 25. Januar 2016 unter veranstaltung(at)gruene-fraktion.brandenburg(dot)de, per Fax an (0331) 966 1702 oder telefonisch unter (0331) 966 1777

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