Heide Schinowsky

Das Sterben des Pastlingsees am Tagebau Jänschwalde: Bündnisgrüne laden zur Vor-Ort-Besichtigung ein

]Quelle: Silvio KrügerQuelle: Silvio Krüger[/caption] Das Sterben des Pastlingsees bei Grabko (Landkreis Spree-Neiße) beschäftigt die Bündnisgrünen im Brandenburger Landtag. Die bergbaupolitische Sprecherin Heide Schinowsky und der Umweltexperte der Landtagfraktion Benjamin Raschke kündigten für den 27. Juli eine Vor-Ort-Besichtigung an, zu der auch Anwohner, Vertreter vom lokalen Anglerverband, von Vattenfall, der Gemeinde Schenkendöbern und des Umweltministeriums eingeladen werden. Treffpunkt ist um 12 Uhr an der Gaststätte "Zum Apfelbaum"  (Grabko Nr. 6 ; 03172 Schenkendöbern, OT Grabko). Der seit Jahren sinkende Wasserstand des Pastlingsees und die extreme Verschlammung führen aktuell zu einem dramatischen Fischsterben. Der unter Naturschutz stehende See liegt nur wenige Kilometer entfernt vom Tagebau Jänschwalde Nord.

"Die derzeitig hohen Temperaturen sowie geringe Niederschläge haben die Situation am Pastlingsee verschärft; sehr wahrscheinlich ist jedoch, dass die für den Tagebau notwendige massive Absenkung des Grundwassers in der Region das Seesterben mitverursacht hat", sagte Heide Schinowsky. Die Bündnisgrünen sehen das Land und Vattenfall in der Pflicht einzuschreiten. Im Braunkohlenplan für den aktiven Tagebau Jänschwalde wurden dem Bergbaubetreiber explizit Auflagen gemacht, um durch das Grundwasser-Abpumpen bedingte Schäden zu vermeiden bzw. abzumildern: "Um diese wertvollen Landschaftsbestandteile in ihrer spezifischen Ausstattung zu erhalten, sind nachteilige Auswirkungen der Grundwasserabsenkung mit wirkungsvollen Gegenmaßnahmen aufzufangen.", heißt es in der Verordnung über den Braunkohlenplan Tagebau Jänschwalde vom 5. Dezember 2002, (Punkt 2.3.2.) "Wir werden vor Ort mit Anrainern und Zuständigen über die aktuelle Situation, mögliche Ursachen und Lösungsvorschläge reden", sagt Schinowsky. "Zudem muss jetzt schnellstmöglich geprüft werden, welche Seen und Moore in der Region ähnlich bedroht sein könnten und wie eine katastrophale Lage wie beim Pastlingsee vermieden werden kann", so Benjamin Raschke. Auch die Gemeinde Schenkendöbern wird aktiv. Ein Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung kündigte an, dass Warnschilder aufgestellt werden, da das Baden in dem See aufgrund der geringen Wassertiefe und der Verschlammung Gefahr bedeuten könnte.

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