Heide Schinowsky

Rede zur flächenhaften glasfaserbasierten Breitbanderschließung

Frau Präsidentin, Sehr geehrte Gäste, Liebe Kolleginnen und Kollegen Abgeordnete, Deutschland liegt im internationalen Vergleich zur flächenhaften glasfaserbasierten Breitbanderschließung auf den hinteren Plätzen. Länder wie Südkorea, Japan, aber auch die USA besitzen schon jetzt höherentwickelte Breitbandnetze. Unter den Bundesländern nimmt das Land Brandenburg bei der Anzahl der Breitbandanschlüsse je 100 Haushalte immer noch einen der letzten Plätze ein.

Die Wirtschaft im Land Brandenburg kann sich aber nur entwickeln, wenn neben den Basisinfrastrukturen, also Verkehr und sozialen Einrichtungen, auch die technologischen Rahmenbedingungen für die Wissensarbeiter und Produzenten modernster Technologien und Produkte vorhanden sind. Das Entwicklungskonzept Glasfaser 2020 der Landesregierung nennt als Ziel der Brandenburger Breitbandstrategie eine Breitbanderschließung aller Haushalte mit bis zu 50 Mbit/s bis 2020. Die Bundesregierung hat sich dieses Ziel jetzt schon für 2018 vorgenommen. Schon in absehbarer Zeit aber werden wir auch über diese Zielvorgabe hinauskommen müssen. Für uns kann diese Marke nur ein Zwischenschritt sein. Denn die Entwicklung zur Gigabit-Gesellschaft ist in vollem Gange. Wir brauchen eine nachhaltige Lösung. Diese besteht für uns in einem flächendeckenden Glasfaserausbau (Fibre To The Home, kurz FTTH) der auch die sogenannte "letzte Meile" via Glasfaser überbrückt. Wir schlagen vor, gemeinsam mit allen Beteiligten den Weg in die Gigabit-Gesellschaft zu gehen. "Fiber to the Bauernhof" mag heute noch unrealistisch klingen. Langfristig wird sich diese Frage jedoch stellen. Die Digitale Dividende II bietet Chancen für den Breitbandausbau, die genutzt werden müssen. Die Landesanteile aus den Frequenzerlösen werden deutlich höher ausfallen, als im Haushaltsplan veranschlagt und in drei Tranchen in den Jahren 2015, 2016 und 2018 ausgezahlt. Solange das Ziel von 50 Mbit/s als Versorgung für alle Haushalte noch nicht realisiert ist, wollen auch wir, dass der sich jetzt abzeichnende höhere Landesanteil vollständig zur Erreichung dieses Ziels genutzt wird. Um bis 2018 eine flächendeckende Versorgung mit 50 Mbit/s herzustellen, brauchen wir aber auch eine stärkere strategische Steuerung aller Aktivitäten und begrüßen den Vorschlag eine solche Koordinationsstelle einzurichten. Die Glasfaserstrategie 2020 ist inzwischen in die Jahre gekommen - wir brauchen jetzt eine Glasfaserstrategie 2030 wenn Brandenburg als Metropolregion international wirklich aufholen will. In diesem Sinne gilt es die Chance, die sich durch die zusätzlichen Mittel aus der sogenannten "Digitale Dividende II" ergibt, zu nutzen und jetzt zu handeln. Und Herr Homeyer: Über ihren Vorschlag, mit dem Breitbandausbau ganz besonders den Strukturwandel in der Lausitz zu unterstützen, freue ich mich natürlich sehr.

Aktuelle Seite: Startseite Meine Themen Aus dem Landtag Reden im Landtag Rede zur flächenhaften glasfaserbasierten Breitbanderschließung

Pressemitteilungen gruene.de

Die Zukunft änderst du hier. Alle Informationen zu Programm, Personen und Möglichkeiten, bei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN aktiv zu werden.
  • Fünf Gründe, die 10 Jahre nach dem Pariser Klimaabkommen Hoffnung geben.
    Zehn Jahre nach dem historischen Klimaschutzabkommen von Paris steht der Klimaschutz unter großem Druck – das 1,5-Grad-Ziel ist nur schwer haltbar. Trotzdem ist das Pariser Abkommen nicht gescheitert. Fast alle Staaten der Erde halten an diesem völkerrechtlich verbindlichen Fahrplan fest, denn es geht um jedes Zehntelgrad. Hier sind fünf Gründe, die Anlass zur Hoffnung geben.
  • Wo GRÜN einen Unterschied macht – Best Practices aus den Bundesländern.
    Klimaschutz steht derzeit unter Druck – viele Fortschritte der letzten Jahre werden von der Bundesregierung zurückgedreht. Doch wir geben nicht auf. Bündnisgrüne Politik zeigt: Veränderung ist möglich! Von Schleswig-Holstein bis Baden-Württemberg beweisen wir in den Bundesländern, wie wirksam konsequenter Klimaschutz sein kann. Von Saarland bis Sachsen belegen wir, dass auch nach einer grünen Regierungsbeteiligung wichtige Erfolge für sozial gerechten Klimaschutz vor Ort wirken.
  • Wirtschaftssicherheit ist Standortpolitik.
    Warum Europa jetzt gegenüber China handeln muss – im Interesse seiner Unternehmen. Hier liest du den Gastbeitrag von Franziska Brantner aus der Wirtschaftswoche.
  • Gentechnik: Angriff auf die Wahlfreiheit im Supermarkt
    Auf EU-Ebene wird derzeit über eine weitgehende Deregulierung der Gentechnik beraten – getragen von einer Einigung zwischen konservativen Kräften und der politischen Rechten. Würde dieser Vorschlag Gesetz, fielen zentrale Regeln wie Kennzeichnungspflichten und unabhängige Risikoprüfungen für gentechnisch veränderte Organismen weg. Verbraucher*innen und Landwirtschaft droht großer Schaden. Wir BÜNDNISGRÜNE fordern den Europäischen Rat und das Parlament auf, dieses Gesetz zu verhindern.

Newsletter BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Spree-Neiße

Telegram BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.