Heide Schinowsky

Heide spricht auf der Demo COTTBUS NAZIFREI
„Modernisierung der Fernwärmeversorgung. Eine Chance für Cottbus?“

Erhalt des Dorfkonsums in Jänschwalde weiterhin möglich: Arbeitsgruppe soll Folgekosten ermitteln

Die bündnisgrüne Landtagsabgeordnete Heide Schinowsky sieht weiterhin die Chance, dass der Dorfkonsum in Jänschwalde erhalten bleibt. In der letzten Gemeindevertretersitzung am 17. Januar wurde mit großer Mehrheit die Einrichtung einer Arbeitsgruppe beschlossen, die noch offene Finanzfragen klären soll.

Bei Gesprächen mit dem Innenministerium, dem Amt Peitz, dem Landrat, Gemeindevertretern und der Inhaberin hatte sich herausgestellt, dass zwar der Wert von Haus und Grundstück mittels eines Gutachtens geklärt wurde. Bislang wurde jedoch noch nicht umfassend geprüft, welche Folgekosten - wie beispielsweise Versicherungen, Verwaltungskosten - mit dem Kauf auf die Gemeinde zukommen würden. Eine entsprechende Arbeitsgruppe soll nun die Folgekosten klären. Nach Schätzung der Folgekosten könnte ermittelt werden, wie hoch eine kostendeckende Pachthöhe sein müsste. Die Kostendeckung sei vor allem deshalb notwendig, weil Jänschwalde voraussichtlich ab kommendem Jahr bis mindestens 2020 keinen ausgeglichenen Haushalt haben wird. "Falls das eintrifft, werden alle freiwilligen Haushalts-Posten auf den Prüfstand gestellt - und die nicht kostengedeckten müssten mit als erstes aufgegeben werden", gibt Schinowsky zu bedenken. "Wenn der Konsum deshalb kommendes Jahr gleich wieder verkauft werden müsste, wäre niemandem geholfen". Ziel sei es nun, dass auf Grundlage der Arbeitsgruppen-Erkenntnisse zu den Folgekosten in der nächsten Gemeindevertreter-Sitzung im Februar über Kauf oder Nichtkauf entschieden werden kann.

Hintergrund

In Jänschwalde gibt es einen florierenden Dorfkonsum. Die bisherige Inhaberin - sie ist 66 Jahre alt und will nun in Rente gehen - hatte trotz intensiver Suche keinen Käufer für den Konsum gefunden und bot deshalb der Gemeinde Haus und Grund zum Kauf an. Die Idee war, dass die Gemeinde den Laden nicht selbst betreibt, sondern verpachtet. Die Gemeindevertretung hatte daraufhin Interesse am Kauf bekundet und als ersten Schritt in Richtung Kauf im Juli letzten Jahres ein Wertgutachten erstellen lassen. Danach hatte jedoch u. a. das Innenministerium mit Blick auf die Haushaltslage Bedenken gegen den Kauf vorgebracht. Die bislang offenen Finanzfragen sollen nun geklärt werden.

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