Heide Schinowsky

Der zukünftige Cottbusser Ostsee
Der potentielle Standort für eine Löschflugzeugstaffel
Die Sprengung der Förderbrücke des stillgelegten Tagebaus Cottbus-Nord hat Symbolkraft

Sümpfungswasser aus aktiven Tagebau Welzow-Süd überschreitet weiterhin zulässige Eisen-Grenzwerte - Landesregierung muss endlich ihrer Kontrollpflicht nachkommen

Einleitung_Petershainer_FliessMessungen von BUND und Greenpeace zufolge überschreiten die Eisenwerte von Sümpfungswasser, das aus dem aktiven Tagebau Welzow Süd in umliegende Fließgewässer eingeleitet wird, weiterhin deutlich die zulässigen Grenzwerte - auch nach Inbetriebnahme einer Grubenwasserreinigungsanlage. Die energiepolitische Sprecherin der Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Heide Schinowsky hat daraufhin die zuständigen Behörden aufgefordert einzuschreiten. "Das brandenburgische Landesbergamt muss endlich seiner Kontrollfunktion nachkommen", sagte sie.

BUND und Greenpeace haben bei Probenentnahmen Mitte Februar am "Petershainer Fließ" einen Eisenwert von 3,2 Milligramm pro Liter festgestellt, an der Einleitstelle "Steinitzer Quelle" sogar 13 Milligramm. Laut wasserrechtlicher Erlaubnis des Landes ist nur ein Eintrag von 1 Milligramm pro Liter zulässig. Ab einer Eisenkonzentration von zwei bis drei Milligramm tritt die typische rotbraune Färbung des Wassers auf. Die durch den Braunkohleabbau bedingte Verockerung von Fließgewässern in der Lausitz stellt ein massives Umweltproblem dar. Das Eisenoxid verschlammt z. B. die Gewässersohlen und verklebt die Kiemen von Fischen. Auch viele Bodenorganismen und Pflanzen sterben ab. Greenpeace und der BUND hatten bereits im vergangenen September massive Grenzwertüberschreitungen von Eiseneinträgen aus dem aktiven Braunkohletagebau Welzow-Süd in die umgebenden Fließgewässer gemessen und daraufhin Strafanzeige gegen Vattenfall gestellt. Die Landtagsabgeordnete Heide Schinowsky kündigte an, das Thema auf die Tagesordnung des Ausschusses für Wirtschaft und Energie zu setzen und die Landesregierung hierzu zu befragen: "Wirtschaftsminister Albrecht Gerber muss erklären, wie er die Einhaltung der Grenzwerte sicherstellen will", sagte sie. Heide Schinowsky kritisierte, dass der Verockerung von Gewässern durch den Brandenburger Braunkohletagebau unzureichend entgegengewirkt wird: "Es ist unverständlich, dass in Brandenburg eine Kalkung der Braunkohlekippe abgelehnt wird. Im Kohleland Nordrhein-Westfalen ist diese Standard. Mit einer Neutralisierung des Eisenockers an der Quelle könnte der Eintrag in die Fließgewässer deutlich reduziert werden."

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