Heide Schinowsky

Der zukünftige Cottbusser Ostsee
Die Sprengung der Förderbrücke des stillgelegten Tagebaus Cottbus-Nord hat Symbolkraft
Der potentielle Standort für eine Löschflugzeugstaffel

Kohleausstieg – Woidke weilt weiter in der Vergangenheit

www.ideengruen.de | markus pichlmaierMinisterpräsident Dietmar Woidke wird von dpa mit der Aussage zitiert, schneller als 2038 aus der Braunkohle auszusteigen sei `nicht machbar´. Auf dieses Ausstiegsdatum hatte sich die Kohlekommission Anfang des Jahres in ihrem Abschlussbericht verständigt. Teil des Kompromisses war jedoch auch, dass spätestens 2032 entschieden werden soll, ob das endgültige Ausstiegsdatum auf 2035 vorgezogen wird. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und die Umweltverbände haben sich in der Auseinandersetzung um den Kohleausstieg - unterstützt von wissenschaftlicher Expertise - für ein deutlich früheres Datum ausgesprochen. Dazu sagt die energiepolitische Sprecherin der Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Heide Schinowsky:

"Die Aussage von Ministerpräsident Woidke, ein früherer Ausstieg als 2038 sei nicht möglich, ist nicht richtig. Das im Januar präsentierte Ergebnis der Kohlekommission ist ein Minimalkonsens. Woidke und andere Ministerpräsidenten aus Kohleländern haben schlicht verhindert, dass die Kohlekommission ein ambitionierteres Datum vorschlägt.

Das heißt aber keinesfalls, dass dies nicht nicht möglich wäre, im Gegenteil. Die Kohlekommission hat in ihrem Bericht vielmehr empfohlen, 2023, 2026, 2029 und 2032 den Ausstiegspfad jeweils noch einmal zu überprüfen. Ausdrücklich wird die Option genannt, in Deutschland im Jahr 2035 aus der Kohle auszusteigen. Allein das zeigt, dass früher ausgestiegen werden kann. Ein früherer Kohleausstieg ist unbedingt nötig, denn Deutschland wird mit dem in der Kohlekommission vereinbarten Kompromiss seine auf dem Pariser Klimagipfel verbindlich gemachten Zusagen nicht einhalten können. Hierfür muss auch die Verkleinerung bestehender Tagebau ins Auge gefasst werden.

Verantwortungsvolle Politik bedeutet, Klimaziele und Strukturwandel-Gestaltung in der Lausitz nicht gegeneinander zu stellen. Ministerpräsident Woidke hingegen hält nur an seiner alten Linie fest und polemisiert unbeirrt weiter gegen den Klimaschutz."

Aktuelle Seite: Startseite Meine Themen Energiepolitik und Strukturwandel Braunkohle Kohleausstieg – Woidke weilt weiter in der Vergangenheit

Pressemitteilungen gruene.de

Die Zukunft änderst du hier. Alle Informationen zu Programm, Personen und Möglichkeiten, bei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN aktiv zu werden.
  • Zusammenstehen gegen die AfD – für Demokratie!
    Nie wieder ist jetzt – und jetzt ist Erfurt! Am 4. und 5. Juli 2026 findet in Erfurt der Bundesparteitag der AfD statt. Gemeinsam mit Dir und zahlreichen zivilgesellschaftlichen Bündnissen, Initiativen und demokratischen Kräften wollen wir an diesem Wochenende ein deutliches Zeichen für Demokratie, Freiheit, Vielfalt und gesellschaftlichen Zusammenhalt setzen.
  • Wie wir diese Hitze gut überstehen
    Hitze tötet – und das im wachsenden Ausmaß. Rund 2.500 Menschen sind in Deutschland im vergangenen Jahr an den Folgen extremer Hitze gestorben. Während die schwarz-rote Bundesregierung den Schutz vulnerabler Menschen als Randthema abhandelt, braucht es jetzt wirksamen Hitzeschutz als Priorität in der Politik, von der Kommune über die Bundesländer bis zur Bundespolitik.
  • Reiches Heizungsgesetz: Fossile Kostenfalle und Klimakiller
    Nach der ersten Lesung des Gebäudemodernisierungsgesetzes ist klar: Dieser Gesetzentwurf aus dem Hause Reiche ist klimaschädlich, sozial unausgewogen und verlängert die Abhängigkeiten Deutschlands von teuren Gasimporten. Diese Gesetzesnovelle sollte besser heute als morgen beerdigt werden!
  • Schwarz-rote Sozialreform: Kürzen ist noch keine Reform
    Was die Bundesregierung unter dem Deckmantel einer „Pflegereform" vorlegt, verdient diese Bezeichnung kaum. Statt strukturelle Probleme anzugehen und Lasten gerecht zu verteilen, greift der Gesetzentwurf zum Rotstift – und zwar dort, wo er am wenigsten hingehört: bei den Menschen, die ohnehin am wenigsten haben. Was wir Grüne im Detail kritisieren, liest du hier.

Newsletter BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Spree-Neiße

Telegram BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN