Heide Schinowsky

Der zukünftige Cottbusser Ostsee
Der potentielle Standort für eine Löschflugzeugstaffel
Die Sprengung der Förderbrücke des stillgelegten Tagebaus Cottbus-Nord hat Symbolkraft

Bündnisgrüne vor Landtagsanhörung zur Braunen Spree: Ziel des Sofortprogramms wurde nicht erreicht

spree-spremberg-7266Vor der Anhörung des Landtags zur Bilanz des Sofortprogramms gegen die braune Spree am Mittwoch informierten sich Heide Schinowsky und Benjamin Raschke heute gemeinsam mit Winfried Böhmer vom Aktionsbündnis „Klare Spree“ im massiv von der Verockerung betroffenen Südraum der Spree in Spremberg.  Da das Ziel des Sofortprogramms, eine Barriere vor dem Spreewald zu errichten, eindeutig verfehlt wurde, hatte die Fraktion eine Experten-Anhörung im Umweltausschuss beantragt. „Die Bilanz des Sofortprogramms ist absolut enttäuschend. Trotz vieler umgesetzter Maßnahmen schreitet die Verockerung in Richtung Spreewald weiter voran. Die Landesregierung muss endlich aufwachen und einen Gang zulegen“, fordert der umweltpolitische Sprecher Benjamin Raschke. „Beurteilt man die Maßnahmen nach ihrer Wirksamkeit, fällt die Bilanz erschreckend negativ aus. Das Ziel, die Verockerung nicht bis in den Spreewald dringen zu lassen, wurde eindeutig verfehlt“, beklagt Winfried Böhmer, Vorstand des Aktionsbündnisses „Klare Spree“.

Während im Nordraum kleine Verbesserungen spürbar sind, muss im Südraum der Spree endlich mehr passieren. „Hier muss ein Abfangriegel errichtet und das belastete Wasser in die Grubenwasser-Reinigungsanlage Schwarze Pumpe zur dort erfolgenden Bearbeitung übergeleitet werden“, fordert Böhmer. spree-spremberg-7290Allein an der Messstelle Spremberg Süd stieg die Belastung der Spree im Mittel um fast 300 Prozent seit 2007 an (2,24 mg/l Eisen gesamt in 2007 auf 6,15 mg/ Eisen in 2014). Durch den um etwa einen Meter gesunkenen Wasserstand treten an den Ufern der Spree in Spremberg nun enorme Menge des abgelagerten Rostschlamms zutage; Boote gelangen nicht mehr zu den Anlegern und Schleusen. Das Aktionsbündnis „Klare Spree“ führt dies auf den am 17. September von der sächsischen Talsperrenverwaltung verkündeten Ausleitstopp der Talsperren Bautzen und Quitzdorf zurück. Um die Sulfatbelastung als Folge des Braunkohlebergbaus einzudämmen, lieferten die Talsperren jährlich zusätzlich etwa 20 bis 25 Millionen Kubikmeter unbelastetes Spreewasser. Doch jetzt sind die Talsperren leer. Auch die Absenkung des Angelgewässers „Hammerlache“ bei Spremberg um die Verschlammung entgegen zu wirken, trage wohl zu niedrigen Wasserstand der Spree bei. „Es ist ein Trugschluss, dass man die Sulfatbelastung der Spree allein durch Verdünnen mit unbelastetem Wasser beheben kann“, sagt die bergbaupolitische Sprecherin der Fraktion Heide Schinowsky. Die rot-rote Landesregierung müsse dem Bergbaubetreiber endlich verbindliche Maßnahmen zur Sulfatreduzierung vorschreiben. ……….. Bilder können kostenfrei unter Angabe der Quelle „ideengruen.de“ verwendet werden (300 dpi) "Heide Schinowsky und Benjamin Raschke im Flussbett der Spree in Spremberg"   Wasserrückgang der Spree in Spremberg Eisen-Messwerte LUGV: http://www.mlul.brandenburg.de/cms/media.php/lbm1.a.3310.de/tab_messstellen_spree.pdf Bilanz des Sofortprogramms des Aktionsbündnisses Klare Spree: http://klare-spree.de/de/aktuelles-und-veranstaltungen/aktuelle-meldungen/artikel-bilanz-des-sofortprogramms-gegen-die-braune-spree.html

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