Heide Schinowsky

Der potentielle Standort für eine Löschflugzeugstaffel
Die Sprengung der Förderbrücke des stillgelegten Tagebaus Cottbus-Nord hat Symbolkraft
Der zukünftige Cottbusser Ostsee

Eisenschlamm in den Altdöberner See? See darf nicht als Versuchslabor missbraucht werden – Landesregierung muss umfassende Alternativen-Prüfung forcieren

16426_910198212377527_1696492751075371271_nAus der Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage der bündnisgrünen Landtagsfraktion geht hervor, dass Alternativen zur Verspülung von Eisenhydroxidschlamm (EHS) in den Altdöberner See nicht geprüft werden und darüber hinaus noch erheblicher Untersuchungsbedarf zu möglichen Auswirkungen u. a. auf die Gewässerökologie besteht.

„Der Altdöberner See darf nicht zum Versuchslabor des Bergbausanierers LMBV verkommen! Die Antwort der Landesregierung belegt, dass noch niemand weiß, welche ökologischen und möglicherweise toxischen Reaktionen verklappte Eisenhydroxidschlämme in Tagebauseen hervorrufen.", sagt BENJAMIN RASCHKE, umweltpolitischer Sprecher der Fraktion. „Genau das, die ökologischen und damit verbunden auch langfristige finanzielle Auswirkungen müssen jedoch die Grundlage für die Entscheidung über den Umgang mit EHS sein“, so Raschke weiter. Bei der bisherigen Kostengegenüberstellung der Landesregierung (die Verklappung einer Tonne Eisenhydroxidschlamm in Tagebauseen kostet 10 Euro, die Deponierung 30 bis 40 Euro) sind diese langfristigen Kosten noch völlig unberücksichtigt. Das sei auch in der Landesregierung ein offenes Geheimis – das Umweltministerium hatte im Februar diesen Jahres in einer Stellungnahme zum LMBV-Konzept kritisiert, dass dort eine detaillierte Betrachtung zur Deponierung des Abfalls fehle. Die bergbaupolitische Sprecherin der bündnisgrünen Landtagsfraktion HEIDE SCHINOWSKY forderte die Landesregierung auf, die LMBV auf eine ergebnisoffene Prüfung der Verwertungsmöglichkeiten von Eisenhydroxidschlämmen zu drängen. „Allen ist klar, dass eine Verwertung von Schlämmen mit hohem Organik- und Sedimentanteil heute noch nicht wirtschaftlich ist. Umso wichtiger ist es, die Forschung dazu voranzutreiben. Leider haben SPD und Linke unseren Haushaltsantrag abgelehnt, genau solche Untersuchungen zu unterstützen“, so SCHINOWSKY. Sie verweist außerdem darauf, dass laut Landesregierung überprüft werden muss, ob mit der EHS-Verspülung in den Altdöberner See gegen das Verschlechterungsverbot der EU-Wasserrahmen-Richtlinie verstoßen würde. „Auch hier mangelt es bisher an ernsthaftem Engagement.“, so SCHINOWSKY. Sie werde daher auch das direkte Gespräch mit der EU hierzu suchen. Jahrelang wurde den Anrainern des Tagebaus Greifenhain versprochen, dass dort nach dem Auskohlen des Tagebaus ein attraktiver, gesunder See entstehen werde. Die derzeitigen Pläne der LMBV, den durch Flutung des ehemaligen Tagebaus entstandenen Altdöberner See nun mit Eisenschlamm zu gefährden, können vor diesem Hintergrund nur als blanker Hohn empfunden werden.   Materialien/Unterlagen:

 

Aktuelle Seite: Startseite Meine Themen Energiepolitik und Strukturwandel Braune Spree Eisenschlamm in den Altdöberner See? See darf nicht als Versuchslabor missbraucht werden – Landesregierung muss umfassende Alternativen-Prüfung forcieren

Pressemitteilungen gruene.de

Die Zukunft änderst du hier. Alle Informationen zu Programm, Personen und Möglichkeiten, bei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN aktiv zu werden.
  • Gebäudemodernisierungsgesetz: Verrat an Mieterinnen, Häuslebauern und Handwerk
    Die Bundesregierung und Regierungskoalition von CDU, CSU und SPD unter Bundeskanzler Friedrich Merz will das Gebäudeenergiegesetz reformieren. Öl- und Gasheizungen sollen auf unbestimmte Zeit erlaubt bleiben. Das freut vor allem Gaskonzerne. Mit den neuen Eckpunkten von Schwarz-Rot droht vor allem Mieter*innen und Häuslebauer*innen ein enormer Heizkostenschock. Die Klimaziele für den Gebäudebereich sind der schwarz-roten Koalition offensichtlich völlig egal.
  • Nachhaltige Friedenspolitik in Israel und Palästina
    Auf ihrer Reise nach Israel und Palästina Anfang Februar traf unsere Bundesvorsitzende Franziska Brantner Vertreter*innen der Regierungen und der Opposition und der Zivilgesellschaft. Sie führte vor dem Hintergrund des Beschlusses der Bundesdelegiertenkonferenz im November 2025 Gespräche über politische Perspektiven in der Region. Dabei betonte sie die drei unverhandelbaren Prinzipien Grüner Friedenspolitik im Nahen Osten: das Existenzrecht Israels, das Selbstbestimmungsrecht der Palästinenser und die Achtung von Menschenwürde und Völkerrecht.
  • Europa muss weitergehen in Richtung Unabhängigkeit
    Die MSC hat einmal mehr gezeigt: Wir brauchen ein unabhängiges Europa. Die Rede von Bundeskanzler Merz setzte den richtigen Ton, aber die Bundesregierung handelt nicht danach. Wir Bündnisgrüne sind überzeugt: Nur durch kluge Industriepolitik, Innovationen und Investitionen in Europa und in Deutschland gewinnen wir an Stärke und durch den konsequenten Ausbau der Erneuerbaren an Unabhängigkeit.
  • Grüner 10-Punkte-Plan für das Update der Energiewende
    Wirtschaftsministerin Katherina Reiche zerstört die Energiewende – und macht Deutschland wieder abhängig! Abhängig von fossilen Energieexporteuren, von autoritären Regimen, von teuren Importen. Das dürfen wir nicht zulassen. Unser grüner 10-Punkte-Plan zeigt, wie ein erfolgreiches Update der Energiewende gelingen kann.

Newsletter BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Spree-Neiße

Telegram BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.