Heide Schinowsky

Der potentielle Standort für eine Löschflugzeugstaffel
Die Sprengung der Förderbrücke des stillgelegten Tagebaus Cottbus-Nord hat Symbolkraft
Der zukünftige Cottbusser Ostsee

Umstrittene CCS-Technologie wird nicht im Energiespeicherprogramm der Landesregierung gefördert

Die energiepolitische Sprecherin der bündnisgrünen Fraktion im Brandenburger Landtag Heide Schinowsky konnte heute der besorgten Öffentlichkeit in Ostbrandenburg Entwarnung geben. Die umstrittene CCS-Technologie ("Carbon, Capture and Storage") wird nicht aus dem im Februar angekündigten "Energiespeicherprogramm" der Landesregierung gefördert. Schinowsky bat in der heutigen Plenarsitzung Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD) hierzu um eine Klarstellung. Gerber wies darauf hin, dass CCS explizit nicht Bestandteil des Programmes sei. Die 50 Millionen Euro sollten demnach einzig dazu dienen, industrielle Energiespeicher für die Energiewende aufzubauen.

"CCS für Kohlekraftwerke in Brandenburg ist mausetot, und das ist auch gut so" sagte Schinowsky. Die Nachfrage hierzu war geboten, weil bei der Ankündigung des Speicher-Förderprogrammes auf dem 2. Brandenburger Energiespeichertag der Zusammenhang hergestellt worden war zu dem vor kurzem beendete Pilotprojekt zur unterirdischen Speicherung von CO2 in Ketzin (Havelland). Dort hatte der wissenschaftliche Vorstand des Potsdamer Geoforschungsinstituts, Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Hüttl gefordert, nächste Schritt müsse der Aufbau einer Demonstrationsanlage sein. Der geologische Untergrund biete die größten Kapazitäten zur Speicherung. Die Ankündigung hatte in Ostbrandenburg die Sorge hervorgerufen, dass die Landesregierung nun möglicherweise doch wieder Endlager für das Klimagas Kohlendioxid befördern könnte. Herbert Wenzke von der Beeskower Bürgerinitiative "CO2-Endlager stoppen" zeigt sich erleichtert: "Wir dachten, der Spuk geht wieder los". Gegen das Vorhaben der Landesregierung und dem ehemaligen Braunkohlekonzern Vattenfall, CO2 großflächig unter Ostbrandenburg im Boden zu versenken, gab es ab Anfang der 2010er Jahre massive Proteste. Die Beeskower Initiative ist seit 2009 in der Region aktiv und begleitet heute die Energiewende weg von der Kohle hin zu erneuerbaren Energien. Ursprünglich wollte die Landesregierung mit einem neuen CCS-Kohlekraftwerk am Standort Jänschwalde den neuen Tagebaue Jänschwalde-Nord legitimieren. "Wir erwarten die Einstellung der Pläne für den neuen Tagebau" fordert Schinowsky. Die Energiepolitikerin geht davon aus, dass in der Überarbeitung der Energiestrategie auch die Neuaufschlüsse von Tagebauen wegfallen.

Aktuelle Seite: Startseite Meine Themen Energiepolitik und Strukturwandel Braunkohle Umstrittene CCS-Technologie wird nicht im Energiespeicherprogramm der Landesregierung gefördert

Pressemitteilungen gruene.de

Die Zukunft änderst du hier. Alle Informationen zu Programm, Personen und Möglichkeiten, bei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN aktiv zu werden.
  • Kabinettsklausur: Es braucht 180 Grad-Wende beim Klimaschutz
    Die Bundesregierung war auf Kabinettsklausur. Auf der Tagesordnung stand die Frage: Wie kommt die deutsche Wirtschaft wieder auf Kurs? Zu Klima- und Hitzeschutz gibt es keine Beschlüsse. Das ist fatal. Denn Klimapolitik ist Wirtschaftspolitik.
  • Sei dabei! Vielfaltskongress 2026
    Du interessierst dich für Demokratie und eine vielfältige Gesellschaft? Du möchtest neue Perspektiven kennenlernen, dich austauschen und gemeinsam mit anderen diskutieren? Dann komm zum dritten GRÜNEN Vielfaltskongress vom 29. bis 30. August 2026 in Berlin!
  • Landtagswahlen: Warum jede Stimme für Bündnisgrün zählt
    In Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern heißt es im Herbst: Wenn Bündnisgrüne in den Landtag einziehen, können wir zusammen mit den anderen demokratischen Kräften eine AfD-Alleinregierung verhindern. In Berlin sind wir im Dreikampf mit CDU und Linke um den ersten Platz. In allen drei Ländern kämpfen wir für Natur- und Klimaschutz, für funktionierende Schulen, für sozialen Zusammenhalt und für eine gute Lebensqualität in der Stadt und auf dem Land.
  • Klimaschutz ist Hitzeschutz
    Rekordtemperaturen von 41,8 Grad. Über 12.500 Hitzetote bisher in diesen Sommer. Fast jeder Todesfall durch Extremwetter in Deutschland geht auf Hitze zurück – nicht auf Stürme oder Hochwasser. Das ist nicht einfach nur Wetter, das ist die Klimakrise live.

Newsletter BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Spree-Neiße

Telegram BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.