Heide Schinowsky

Der zukünftige Cottbusser Ostsee
Die Sprengung der Förderbrücke des stillgelegten Tagebaus Cottbus-Nord hat Symbolkraft
Der potentielle Standort für eine Löschflugzeugstaffel

Parteitag: Grüne für aktive Steuerung des Strukturwandels durch die Landesregierung – Absage an Tagebaupläne Welzow gefordert

Die Brandenburger Bündnisgrünen bekräftigten auf ihren „Kleinen Parteitag“ in Kleinmachnow ihre Solidarität mit dem immer noch von der Abbaggerung bedrohten Tagebaurandorten Welzow und Proschim und fordern zugleich mehr Engagement bei Strukturwandel. „Auch die Beschäftigten in der Braunkohleindustrie dürfen nicht allein gelassen werden“ heißt es in dem Beschluss, den der Kreisvorsitzende der Grünen Spree-Neiße Wolfgang Renner als dringlichen Antrag auf dem Landesparteirat einbrachte. Zudem muss die Landesplanung zeitnah aktiv werden für den wahrscheinlichen Fall, dass die Kohle unter Welzow und Proschim nicht mehr abgebaggert wird.

„Was wie ein Kampf David gegen Goliath begann, ist mit der aktuellen Entscheidung der LEAG ein erster großer Erfolg. Wurden Bündnis 90/Die Grünen und die Bündnispartner 2007 mit der gemeinsamen Volksinitiative gegen neue Tagebaue noch als Visionäre abgetan, erweisen die Entscheidungen der LEAG heute, dass wir mit unseren Forderungen richtig lagen“, sagte Wolfgang Renner vor den 60 Delegierten des Landesparteirates. Kritik gab es an der zögerlichen Haltung der Bundes-, aber auch der Landesregierung, die von der Entscheidung der tschechischen Bergbauholding überrollt worden sind. „Weil die Bundesregierung bis heute nicht willens war, einen Fahrplan zum Kohleausstieg vorzulegen, hängt mit Welzow immer noch ein Teil der Lausitz weiter in der Luft“, sagte Renner: „Die Zitterpartie für die gut 800 Bewohnerinnen und Bewohner geht daher weiter, denn nach wie vor wissen sie nicht, ob ihr Haus und Hof in ein paar Jahren noch stehen werden. Den Menschen gilt unsere Solidarität. Wir stehen auch in Zukunft fest an ihrer Seite“. „Auch der Neuaufschluss des Tagebaus Welzow Süd II ist für eine sichere Energieversorgung nicht mehr notwendig. Die LEAG sollte sich ehrlich machen und die Pläne einstellen“, sagte die Energieexpertin der bündnisgrünen Landtagsfraktion Heide Schinowsky. Vor der Landesregierung liegen jetzt weitere Aufgaben. „Es gibt derzeit keine Pläne, wie die Region um Welzow ohne einen neuen Tagebau aussehen soll. Daher muss die Landesplanung unbedingt jetzt damit beginnen, einen Flächennutzungsplan ohne den neuen Tagebau Welzow Süd II aufzustellen“. Für den Fall, dass die LEAG im Jahr 2020 verkündet, dass die Kohle nicht mehr abgebaggert wird, darf die Gestaltung der Folgelandschaft nicht allein dem Bergbaubetreiber überlassen sein“, forderte Schinowsky. Zudem müsse das Land Brandenburg jetzt unverzüglich den lange verschlafenen Strukturwandel in der Lausitz ernsthaft angehen. Das Land Brandenburg muss hierzu alle gesellschaftlichen Akteure für die Erarbeitung eines Leitbildes bzw. für die Ideenentwicklung zur Gestaltung des Strukturwandels an einen Tisch bringen und damit diesen Prozess endlich zur Chefsache machen, so die Energie- und Wirtschaftspolitikerin.

Aktuelle Seite: Startseite Meine Themen Energiepolitik und Strukturwandel Parteitag: Grüne für aktive Steuerung des Strukturwandels durch die Landesregierung – Absage an Tagebaupläne Welzow gefordert

Pressemitteilungen gruene.de

Die Zukunft änderst du hier. Alle Informationen zu Programm, Personen und Möglichkeiten, bei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN aktiv zu werden.
  • Reiches Heizungsgesetz: Fossile Kostenfalle und Klimakiller
    Nach der ersten Lesung des Gebäudemodernisierungsgesetzes ist klar: Dieser Gesetzentwurf aus dem Hause Reiche ist klimaschädlich, sozial unausgewogen und verlängert die Abhängigkeiten Deutschlands von teuren Gasimporten. Diese Gesetzesnovelle sollte besser heute als morgen beerdigt werden!
  • Schwarz-rote Sozialreform: Kürzen ist noch keine Reform
    Was die Bundesregierung unter dem Deckmantel einer „Pflegereform" vorlegt, verdient diese Bezeichnung kaum. Statt strukturelle Probleme anzugehen und Lasten gerecht zu verteilen, greift der Gesetzentwurf zum Rotstift – und zwar dort, wo er am wenigsten hingehört: bei den Menschen, die ohnehin am wenigsten haben. Was wir Grüne im Detail kritisieren, liest du hier.
  • IM/PULS 2026 – Hoffnung ist eine politische Strategie.
    Tausend Menschen. Acht Bühnen. Eine Frage: Wie machen wir Politik, die wieder Hoffnung weckt? IM/PULS 2026 war keine Konferenz - sondern ein Experiment. Was dabei entstand, liest du hier.
  • Tag der Frauengesundheit: Bundesregierung hat Frauen nicht im Blick
    Frauen leisten den überwiegenden Teil unbezahlter Sorgearbeit in Deutschland. Die von der Bundesregierung geplanten Kürzungen des Unterhaltsvorschuss treffen unmittelbar alleinerziehende Frauen und Kinder. Sie bezahlen dafür auch mit ihrer körperlichen und psychischen Gesundheit. Hier lest ihr, warum wir echte Gleichstellung in der medizinischen Gesundheitsversorgung brauchen und wie wir Frauen wirklich entlasten.

Newsletter BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Spree-Neiße

Telegram BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.